


















<< Wischen für meine verschiedenen Honige >>
Honigfragen
Warum sehen die Honige unterschiedlich aus?
Meine Honige stammen von Bienenvölkern die an einem festen Standort leben. Dieser Ort, Büchenbach bei Pegnitz, ist geprägt von einer nachhaltigen Landwirtschaft und einer vielfältigen Pflanzenwelt. Dies bietet den Bienen über das Jahr eine große Zahl verschiedener Blüten von Blumen, Sträuchern, Wald- und Obstbäumen. Zudem ist ein gesunder Mischwald die Basis für den Anteil an Waldhonig.
Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl von Honigsorten, die sich in Geschmack, Farbe unterscheiden.
Der Blütenhonig wird aus dem Nektar von Blumen gewonnen. Die spezifischen Blüten, die von den Bienen besucht werden, prägen den Geschmack und die Farbe des Honigs. So ist zum Beispiel Akazienhonig mild und süß, klar bis hellgelb. Lindenblütenhonig frisch und minzig, hellgelb bis grünlich. Löwenzahnhonig aromatisch und herb, dunkelgelb bis orange.
Der Waldhonig wird im Gegensatz zum Blütenhonig aus den Ausscheidungen, dem Honigtau, von auf Bäumen lebenden Pflanzenläusen gesammelt. Diese Art von Honig hat oft einen kräftigen, würzigen und malzigen Geschmack und eine dunklere Farbe.
Auch in der Zusammensetzung unterscheiden sich die beiden Honige: Waldhonige haben ein größeres Zuckerspektrum als Blütenhonige, die zum größten Teil aus den beiden Einfachzucker Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) bestehen. Waldhonige haben einen niedrigeren Anteil an Traubenzucker als Blütenhonige, daher kristallisieren sie nicht so schnell wie Blütenhonig.
In machen Jahren ist es, zum Wohle der Bienenvölker, sinnvoll den Honig mehrmals zu entnehmen. Das führt dann dazu, dass man verschiedene Honigsorten zusammen führt und vermengt. Diese verschiedenen Honigsorten können sich dann nach der Abfüllung im Glas wieder trennen. Wenn die Glukose (Traubenzucker) kristallisiert, sinken diese Kristalle ab und bilden eine untere Schicht, die obere Schicht besteht dann hauptsächlich aus Fruktose (Fruchtzucker).
Wieso verändert sich die Konsistenz von Honig mit der Zeit?
Honig verändert sich mit der Zeit. Zum einen wird er fest, weil er aus verschiedenen Zuckerarten besteht, insbesondere Glukose und Fruktose. Der Hauptgrund für die Kristallisation ist der hohe Gehalt an Traubenzucker (Glukose), der dazu neigt, Kristalle zu bilden, während Fruchtzucker (Fruktose) dazu beiträgt, dass Honig flüssig bleibt. Honige mit einem höheren Anteil an Glukose, wie Raps- oder Lindenhonig, kristallisieren schneller als solche mit mehr Fruktose, wie Akazien- oder Waldhonig.
Die Kristallisation ist ein natürlicher Prozess und kein Zeichen für schlechte Qualität oder Alter des Honigs. Sie tritt auf, wenn die Zuckerkonzentration im Honig eine bestimmte Schwelle überschreitet und die Zuckermoleküle beginnen, sich zu verbinden und Kristalle zu bilden. Die Geschwindigkeit der Kristallisation hängt auch von der Lagerung ab; kühlere Temperaturen fördern diesen Prozess.
Wenn man den Honig nicht in kristallinen Zustand verzehren möchte, ist es möglich den Honig wieder zu verflüssigen und zu verühren.
Wichtig! Honig nicht über 40 Grad Celsius erhitzen, da sonst seinen „heilenden“ Eigenschaften verloren gehen.
Mit der Wasserbad-Methode erwärmt man in einem kleinen Topf Wasser auf maximal 40 Grad Celsius. Dann stellt man das Honigglas in das warme Wasserbad und lässt es dort stehen. Um den Prozess zu beschleunigen, rührt man den Honig gelegentlich um. Diese Methode ist schonend und bewahrt die wertvollen Nährstoffe des Honigs. Bei der Backrohr-Methode heizt man das Backrohr auf maximal 40 Grad Celsius vor. Dann stelle man das Honigglas für etwa 10 Minuten hinein und rührt zwischendurch um. Diese Methode kann jedoch riskant sein, da ältere Backrohre oft ungenau sind und den Honig überhitzen können.
Die Heizkörper-Methode ist sehr einfach, benötigt aber Zeit um den Honig zu verflüssigen. Man stellt das Honigglas einfach auf einen Heizkörper und lässt es dort für einige Tage stehen.
Wie lange ist Honig haltbar?
Das offizielle Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) für Honig liegt in der Regel bei zwei Jahren nach der Abfüllung. Diese Empfehlung basiert auf gesetzlichen Vorgaben und den Erfahrungen von Imkern.
Bei idealer Lagerung kann Honig jedoch weit über drei Jahre haltbar sein. Es wurden sogar Honige gefunden, die über 3.000 Jahre alt und noch genießbar waren, obwohl sie nicht mehr aromatisch waren.
Um die Haltbarkeit von Honig zu maximieren, sollten folgende Lagerbedingungen beachtet werden:
Im Dunklen lagern, da Licht die Enzyme im Honig schädigen kann, wodurch wichtige Eigenschaften verloren gehen.
Da Honig Feuchtigkeit anzieht sollte er luftdicht verschlossen und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden.
Eine unsachgemässe Lagerung kann zur einer Gärung führen. Gärender Honig ist nicht gesundheitsschädlich und kann in vielen Fällen noch verwendet werden.
Idealerweise sollte Honig bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius gelagert werden. Höhere Temperaturen können dazu führen, dass sich der Honig entmischt oder gärt.
Das MHD: Honig ist auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oft noch genießbar, solange er richtig gelagert wurde. Der hohe Zuckeranteil und der niedrige Wassergehalt verhindern das Wachstum von Mikroorganismen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Honig bei richtiger Lagerung nahezu unbegrenzt haltbar ist, wobei das empfohlene Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren eine nützliche Orientierung bietet.
Mein Honig hat eine weisse schaumige Oberschicht, und was ist das?
Das hat mehere verfahrenstechnische Gründe. Während der Honiggewinnung und -verarbeitung kann Luft in den Honig gelangen. Dies passiert u.a. beim Schleudern aus den Waben, beim Sieben des Honigs und bei dem „cremig Rühren“ des Honigs. Bei der späteren Lagerung können natürliche Partikel im Honig aufsteigen. Diese bilden dann eine dünne Schaumschicht. Dieser Honigschaum besteht aus winzigen, im Honig eingeschlossenen Luftbläschen, Wachspartikeln, Pollen und natürlichen Verunreinigungen.
Entgegen der Annahme vieler Verbraucher ist Honigschaum kein Zeichen minderer Qualität.
Im Gegenteil, der Schaum enthält konzentrierte Aromastoffe des Honigs und wird von manchen Imkern als Delikatesse betrachtet. Die Anwesenheit von Schaum kann sogar als Qualitätsbeweis für unverfälschten Honig gelten. Es ist wichtig, Honigschaum nicht mit gärendem Honig zu verwechseln. Gärender Honig hat einen typischen Gärgeruch, während hochwertiger Honigschaum angenehm duftet.
Mein geschleuderter Geist
Mein „geschleuderter Geist“ ist ein Ansatz aus Honig, Entdeckelungswachs und 96,4 prozentigem reinen geschmacksneutralem Weingeist. Diese Mischung reift mindesten 6 Monate, unter regelmässigen Mischen, in großen Einweckgläsern. Dabei hat der Alkohol genug Zeit dem Bienenwachs und Honig die wichtigen Aromen zu entziehen. Danach wird die Mischung, um die festen Wachsanteile zu entfernen, gefiltert und mit Wasser auf ca. 42% Alkoholgehalt verdünnt. Der Honiggeist wird dann unter weiterer Zugabe von Honig in Flaschen abgefüllt um darin weiter zu reifen.
Das Ergebnis ist ein weicher, bekömmlicher und intensiv schmeckender Honiggeist.
Wo und wie meine Bienen leben
Meine Bienenbeuten stehen bei Büchenbach, in der wunderschönen oberfränkischen Landschaft um Pegnitz. Das Umland ist geprägt von nachhaltiger Landwirtschaft und einer vielfältigen Natur mit traumhaften Mischwäldern. Der Standort ist auf dem Privatgrund eines guten Freundes und erfahrenen Bioimkers, Anton Herzing.
Ich überwache den Zustand meiner Bienen mit Sensoren und Waagen. Diese Daten sind für mich jederzeit online verfügbar. Das hilft mir bei unerwarteten Veränderung in den Bienenvölkern kurzfristig zu reagieren.
Zudem hilft es mir, durch die Auswertung der Daten, die Zusammenhänge von klimatischen Veränderungen auf die Natur und die Bienenvölker besser zu verstehen.
Das Arbeiten mit und an den Bienen ist wie eine Therapie für Körper und Geist.
Die Bienen zwingen einen seinen Rhythmus zu verlangsamen, und gleichzeitig fokussiert zu agieren. Das eigene Verhalten überträgt sich auf die Bienen und umgekehrt.
Meine Bienenvölker sind, wenn es ihnen gut geht, sehr ruhig und ermöglichen mir mit ihnen durchaus auch ohne Imkerschutz zu arbeiten. Und wenn man mal gestochen wird, so ist das gut für das Immunsystem. 😀
Ich verstehe mich als Bienenhalter, mit der Aufgabe das Wohl der Bienen im Fokus zu haben. Dazu gehört den Bienen eine saubere, sicherere und schadstofffreie Umgebung zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es das Bienenwachs, der Raum auf dem die Bienen leben, rein zu halten. Da in dem Bienenwachs die Bienen vom Ei über die Larve heranwachsen. Da das Wachs zudem die Nahrungsgrundlage der Bienen, den Honig, reinigt und verändert, wird nur in einem geschlossenen Kreislauf das Bienenwachs meiner Bienenvölker erneuert.
Der Honigertrag ist bei mir nicht im Vordergrund, und ist eher ein spannendes Beiwerk.